Radical Empathy

0,00 €

27. November 2026
Donnerstag
15:00-18:00
Kostenlos mit Anmeldung
| LGBTQIA+ |

Gast in diesem Monat: Pascale Espinosa — Künstlerin aus Berlin
Was passiert, wenn eine Generation die Wut, die Bilder und die Solidarität einer Krise erbt — aber nicht den Verlust? Wenn jemand, der sie überlebt hat, im selben Raum sitzt und der Schmerz nicht gleich verteilt ist?
Diese Session ist offen für alle — Menschen, die die AIDS-Krise selbst erlebt haben, die sie als Teil ihrer Geschichte geerbt haben, und alle, die bereit sind, sich ehrlich damit auseinanderzusetzen.

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Beschreibung

Du warst nicht dabei!! Intergenerationeller Konflikt um das AIDS-Gedächtnis

Radical Empathy mit Neo Seefried und Pascale Espinosa

Gast in diesem Monat: Pascale Espinosa — Künstlerin aus Berlin

Kennst du das Gefühl, zwischen zwei Dingen hin- und hergerissen zu sein: AIDS als Teil deiner queeren Geschichte zu beanspruchen — und gleichzeitig zu wissen, dass du nicht dabei warst?
Was passiert, wenn eine Generation die Wut, die Bilder und die Solidarität einer Krise erbt — aber nicht den Verlust? Wenn jemand, der sie überlebt hat, im selben Raum sitzt und der Schmerz nicht gleich verteilt ist?

In dieser Session lädt Pascale Espinosa dazu ein, den intergenerationellen Konflikt um das AIDS-Gedächtnis zu erkunden — mit Fokus auf die Lücke zwischen Erinnern und Tragen, zwischen Solidarität und dem Gefühl, übergangen zu werden. Gemeinsam schauen wir, wie diese Widersprüche in unseren Beziehungen und Communities auftauchen — und üben, ehrlicher damit umzugehen.

Diese Session ist offen für alle — Menschen, die die AIDS-Krise selbst erlebt haben, die sie als Teil ihrer Geschichte geerbt haben, und alle, die bereit sind, sich ehrlich damit auseinanderzusetzen.

Über Radical Empathy

Radical Empathy – Tools for Togetherness knüpft an Radical Empathy – Queer Storytelling for Connection an und entwickelt das Format weiter: vom gemeinsamen Erzählen hin zum gemeinsamen Üben. Die Workshop-Reihe stärkt queeres Miteinander in seiner Vielfalt und fragt: Wie können wir verbunden bleiben, gerade wenn es schwierig wird?

Gehostet von Neo Seefried, verbindet die Reihe kollektives Storytelling mit somatischen, kommunikativen und kreativen Tools, um in queeren Kontexten mit Konflikten, Emotionen und Differenzen handlungsfähig zu bleiben – ohne zu vermeiden oder zu eskalieren, sondern mit mehr Klarheit, Fürsorge und Beziehungskompetenz.

Jede Session hat einen eigenen thematischen Fokus (u.a. Trauer & Tod, Beziehungen, Migration, HIV/Aids, Clubkultur & Substanzen, trans/inter/nicht-binär) und wird durch einen Gast ergänzt, der das jeweilige Thema vertieft. Im Zentrum steht der Resonance Circle: ein Raum für geteilte Geschichten, bewusstes Zuhören und Resonanz – Empathie als Praxis, die wir gemeinsam trainieren und in den Alltag mitnehmen.

neo seefried (*1995) ist freischaffende Kulturvermittler*in, Kuratorin, Künstler und Autor mit Schwerpunkt auf queere Lebensrealitäten, Clubkultur und gesellschaftliche Teilhabe. In Berlin lebend und tätig, verbindet neo Bildungsformate wie Workshops, Podcasts und Ausstellungen mit einer aktivistischen, intersektionalen Praxis. Neo studierte Kunstpädagogik (Universität Leipzig) und Curatorial Studies (ZHdK) und arbeitete u.a. für das Schwule Museum, Schloss Biesdorf, Kunstmuseum Basel, Universität der Künste Berlin, TU Berlin, HFBK Hamburg, Haus für Poesie Berlin, Tanzquartier Wien sowie unabhängige Kunsträume wie Parat, Clubbüro, Baby Angel und Last Tango in Zürich.

Pascale Espinosa untersucht in ihrer Arbeit Situationen im und außerhalb des öffentlichen Raums — die Geschichte von Orten und die Umstände möglicher Begegnungen. In den letzten Jahren hat sich Espinosas Arbeit auf die historische Gewalt in ihrem Heimatland konzentriert, aber auch auf die Gewalt, eine nicht-binäre Person zu sein. In Performances und Aktionen auf der Straße schafft sie Gedächtnisübungen, die Realitäten sichtbar machen, die normalerweise nicht erzählt werden — und trägt sie in andere geografische Breiten.

Mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport – Landeskommission Berlin gegen Gewalt haben wir das Programm Konflikte als Ausgangspunkt – Resilienz als Gemeinschaftserfahrung entwickelt. Das Projekt eröffnet respektvolle, dialogische Räume für queere Menschen in Berlin. Es macht Differenzen sichtbar, lädt dazu ein, sie auszuhalten, und schafft Möglichkeiten, sie produktiv und kreativ zu bearbeiten. Damit soll die soziale Fragmentierung innerhalb der queeren Communities überwunden und neue Formen von Austausch, Zusammenhalt und gegenseitiger Teilhabe gestärkt werden.

Hinweise
Teilnehmende: Die Reihe richtet sich an queere Menschen (LGBTQIA+). Wir empfehlen insbesondere die Teilnahme von Menschen mit mehrfachen Marginalisierungen.
Sprache: Je nach Bedürfnissen der Gruppe auf Deutsch und/oder Englisch.
Kosten: kostenlos mit Anmeldung.