Radical Empathy

27. September 2026
Sonntag
14:00-17:00
kostenlos mit Anmeldung
| LGBTQIA+ |

* Diese Veranstaltung findet im Stadtteilzentrum Adalbertstraße der AWO Adalbertstraße 23A, 10997 Berlin im Rahmen der Queeren Aktionswoche 2026.

Wie können wir über Chemsex und sexualisierten Substanzkonsum sprechen, ohne zu stigmatisieren? In dieser Session mit Sidekicks Berlin werfen wir einen Blick auf typische Herausforderungen, Strategien der Harm Reduction und Möglichkeiten, informierte Entscheidungen zu treffen. Ein kompakter Input vermittelt praktisches Wissen, bevor wir in einer offenen Fishbowl-Diskussion gemeinsam Erfahrungen, Fragen und Perspektiven austauschen.

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Beschreibung

Let's Talk About Chemsex mit Neo Seefried, Bastian Vellguth & Sarah Courville

Diesen Monat treffen sich Sidekicks und we are village bei der AWO
Was passiert, wenn Substanzkonsum Teil von Sex, Intimität oder Community wird? Wie lassen sich Risiken reduzieren, ohne zu stigmatisieren – und wie können wir informierte Entscheidungen für uns selbst und andere treffen?
In dieser Session lädt die Workshopreihe Radical Empathy, Sidekicks Berlin dazu ein, Chemsex und sexualisierten Substanzkonsum aus der Perspektive von Harm Reduction zu betrachten. Gemeinsam sprechen wir über typische Herausforderungen, praktische Strategien für einen sichereren Umgang und Möglichkeiten, schwierige Situationen mit mehr Wissen und Sicherheit zu begegnen. Zum Abschluss bietet eine offene Fishbowl-Diskussion Raum für Fragen, unterschiedliche Perspektiven und einen gemeinsamen Austausch.

Über Radical Empathy

Radical Empathy – Tools for Togetherness bewegt sich von kollektivem Storytelling hin zu einer kollektiven Praxis. Die Workshop-Reihe stärkt queeres Miteinander in seiner Vielfalt und fragt: Wie können wir verbunden bleiben, gerade wenn es schwierig wird?

Gehostet von Neo Seefried, verbindet die Reihe kollektives Storytelling mit somatischen, kommunikativen und kreativen Tools, um in queeren Kontexten mit Konflikten, Emotionen und Differenzen handlungsfähig zu bleiben – ohne zu vermeiden oder zu eskalieren, sondern mit mehr Klarheit, Fürsorge und Beziehungskompetenz.

Jede Session hat einen eigenen thematischen Fokus (u.a. Trauer & Tod, Beziehungen, Migration, HIV/Aids, Clubkultur & Substanzen, trans/inter/nicht-binär) und wird durch einen Gast ergänzt, der das jeweilige Thema vertieft. Im Zentrum steht der Resonance Circle: ein Raum für geteilte Geschichten, bewusstes Zuhören und Resonanz – Empathie als Praxis, die wir gemeinsam trainieren und in den Alltag mitnehmen.

neo seefried (*1995) ist freischaffende Kulturvermittler*in, Kuratorin, Künstler und Autor mit Schwerpunkt auf queere Lebensrealitäten, Clubkultur und gesellschaftliche Teilhabe. In Berlin lebend und tätig, verbindet neo Bildungsformate wie Workshops, Podcasts und Ausstellungen mit einer aktivistischen, intersektionalen Praxis. Neo studierte Kunstpädagogik (Universität Leipzig) und Curatorial Studies (ZHdK) und arbeitete u.a. für das Schwule Museum, Schloss Biesdorf, Kunstmuseum Basel, Universität der Künste Berlin, TU Berlin, HFBK Hamburg, Haus für Poesie Berlin, Tanzquartier Wien sowie unabhängige Kunsträume wie Parat, Clubbüro, Baby Angel und Last Tango in Zürich.

Sarah Courville (sie/keine) ist Vorortarbeiter*in bei sidekicks.berlin und hat eine beruflichen und akademischen Hintergrund in der Sozialarbeit, Menschenrechte, und Public Health. Ursprünglich kommt Sarah aus South Carolina in den USA. In der Lower East Side NYC hat sie lange bei der Spritzentauschstelle gearbeitet und dort über die Unterschiede zwischen Spritzentausch in NYC und Berlin geforscht. Nach ihrer Public-Health-Studium ist Sarah nach Berlin gezogen, um an der Alice Salomon Hochschule einen Master in Sozialer Arbeit und Menschenrechte zu absolvieren, wo sie sich auf Queer Harm Reduction fokusiert hat. Sarahs Schwerpunkte liegen in den Bereichen Behindertenrechte und Public-Health-Kommunikation….

Basti Vellguth (er/ihm) ist Vorortarbeiter bei sidekicks.berlin und hat Pädagogik an der Uni Koblenz studiert. Ursprünglich aus Köln kommend, lebt Basti schon seit knapp 9 Jahren in Berlin. In dieser Zeit hat er in verschiedenen Stationen im sozialen Bereich gearbeitet. Daraufhin hat er sich auf den Schwerpunkt harm reduction und Risikomanagement beim Substanzkonsum und Sex spezialisiert. Weiter gibt er Workshops und Weiterbildungen zum Thema Chemsex. Es ist ihm wichtig die Bedürfnisse der queeren Szene wahrzunehmen und die Arbeit dahingehend auszurichten….

Mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport – Landeskommission Berlin gegen Gewalt haben wir das Programm Konflikte als Ausgangspunkt – Resilienz als Gemeinschaftserfahrung entwickelt. Das Projekt eröffnet respektvolle, dialogische Räume für queere Menschen in Berlin. Es macht Differenzen sichtbar, lädt dazu ein, sie auszuhalten, und schafft Möglichkeiten, sie produktiv und kreativ zu bearbeiten. Damit soll die soziale Fragmentierung innerhalb der queeren Communities überwunden und neue Formen von Austausch, Zusammenhalt und gegenseitiger Teilhabe gestärkt werden.

Hinweise
Diese Veranstaltung findet NICHT in we are village statt, sondern im Stadtteilzentrum Adalbertstraße der AWO Adalbertstraße 23A, 10997 Berlin im Rahmen der Queeren Aktionswoche 2026.
Sprache: Diese Veranstaltung findet entweder auf Englisch oder in einem Mix aus Englisch und Deutsch statt.
Kosten: kostenlos mit Anmeldung.