Radical Empathy

12. June 2026
Freitag
16:00-19:00
Kostenlos mit Anmeldung
| LGBTQIA+ |

Hattest du schon einmal einen HIV-bezogenen Konflikt – ob du selbst mit HIV lebst, jemanden datest, der*die mit HIV lebt, eine*n Partner*in oder Freund*in unterstützt oder versuchst, mit den Ängsten und dem Schweigen umzugehen, die HIV noch immer umgeben? In dieser Session mit Madi Awadalla, die*der an der Schnittstelle von sexueller Gesundheit und Care arbeitet, kombinieren wir kompakten Input mit gemeinsamer Praxis, um Offenlegung, Stigma, Missverständnisse und Vertrauen zu erkunden – besonders dann, wenn Menschen nicht denselben HIV-Status teilen.

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Beschreibung

Radikale Empathie – Werkzeuge für das Miteinander

Heiße und ehrliche Gespräche über HIV mit neo seefried und Madi Awadalla

Gast in diesem Monat: Madi Awadalla — Autor*in und Educator an der Schnittstelle von sexueller Gesundheit und Fürsorge

Heiße und ehrliche Gespräche über HIV

Hattest du schon einmal einen HIV-bezogenen Konflikt — ob du selbst mit HIV lebst, jemanden datest, der*die mit HIV lebt, eine*n Partner*in oder Freund*in unterstützt oder versuchst, mit den Ängsten, Annahmen und dem Schweigen umzugehen, die HIV noch immer umgeben? Was passiert, wenn HIV Teil von Sex, Dating oder Intimität wird — besonders dann, wenn Menschen nicht denselben Status haben — und Offenlegung mit dem Risiko von Stigma, Zurückweisung oder Diskriminierung verbunden ist?
In dieser Session lädt Madi Awadalla die Teilnehmenden ein, sich mit den gelebten Realitäten von HIV auseinanderzusetzen — mit Fokus auf Konflikt, Missverständnisse, Disclosure/Offenlegung und Vertrauen. Gemeinsam reflektieren wir, wie solche Situationen oft navigiert werden, und üben, wie ehrlichere und geerdetere Formen der Kommunikation entstehen können.

Über Radical Empathy

Radical Empathy – Tools for Togetherness knüpft an Radical Empathy – Queer Storytelling for Connection (2025) an und entwickelt das Format weiter: vom gemeinsamen Erzählen hin zum gemeinsamen Üben. Die Workshop-Reihe stärkt queeres Miteinander in seiner Vielfalt und fragt: Wie können wir verbunden bleiben, gerade wenn es schwierig wird?

Gehostet von Neo Seefried, verbindet die Reihe kollektives Storytelling mit somatischen, kommunikativen und kreativen Tools, um in queeren Kontexten mit Konflikten, Emotionen und Differenzen handlungsfähig zu bleiben – ohne zu vermeiden oder zu eskalieren, sondern mit mehr Klarheit, Fürsorge und Beziehungskompetenz.

Jede Session hat einen eigenen thematischen Fokus (u.a. Trauer & Tod, Beziehungen, Migration, HIV/Aids, Clubkultur & Substanzen, trans/inter/nicht-binär) und wird durch einen Gast ergänzt, der das jeweilige Thema vertieft. Im Zentrum steht der Resonance Circle: ein Raum für geteilte Geschichten, bewusstes Zuhören und Resonanz – Empathie als Praxis, die wir gemeinsam trainieren und in den Alltag mitnehmen.

neo seefried (*1995) ist freischaffende Kulturvermittler*in, Kuratorin, Künstler und Autor mit Schwerpunkt auf queere Lebensrealitäten, Clubkultur und gesellschaftliche Teilhabe. In Berlin lebend und tätig, verbindet neo Bildungsformate wie Workshops, Podcasts und Ausstellungen mit einer aktivistischen, intersektionalen Praxis. Neo studierte Kunstpädagogik (Universität Leipzig) und Curatorial Studies (ZHdK) und arbeitete u.a. für das Schwule Museum, Schloss Biesdorf, Kunstmuseum Basel, Universität der Künste Berlin, TU Berlin, HFBK Hamburg, Haus für Poesie Berlin, Tanzquartier Wien sowie unabhängige Kunsträume wie Parat, Clubbüro, Baby Angel und Last Tango in Zürich.

Madi Awadalla ist Autor*in, Pädagog*in und transdisziplinäre*r Künstler*in, deren Arbeit sich mit den Schnittstellen von sexueller Gesundheit, radikaler Fürsorge und verkörpertem Wissen auseinandersetzt. Ausgehend von deren Arbeit in Gemeinschaften in Ägypten und Deutschland rückt Madi diejenigen in den Mittelpunkt, die aus den vorherrschenden Narrativen ausgeschlossen sind. Awadalla ist Gründerin von „Decolonising Sexual Health“, einer Workshop-Reihe, die zur Reflexion über Macht, Lust und Heilung jenseits institutioneller Rahmenbedingungen einlädt. Madis Praxis umfasst Film, Performance und kritisches Schreiben und wurde bereits auf Festivals, in Ausstellungen und in aktivistischen Räumen in ganz Europa und darüber hinaus präsentiert.

Mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport – Landeskommission Berlin gegen Gewalt haben wir das Programm Konflikte als Ausgangspunkt – Resilienz als Gemeinschaftserfahrung entwickelt. Das Projekt eröffnet respektvolle, dialogische Räume für queere Menschen in Berlin. Es macht Differenzen sichtbar, lädt dazu ein, sie auszuhalten, und schafft Möglichkeiten, sie produktiv und kreativ zu bearbeiten. Damit soll die soziale Fragmentierung innerhalb der queeren Communities überwunden und neue Formen von Austausch, Zusammenhalt und gegenseitiger Teilhabe gestärkt werden.

Hinweise
Teilnehmende: Dies ist eine Veranstaltung für Personen, die mit HIV leben, sowie deren Freund*innen, Partner*innen und Allies.
Sprache: Diese Veranstaltung findet entweder auf Englisch oder in einem Mix aus Englisch und Deutsch statt.
Kosten: kostenlos mit Anmeldung.